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"Servus" Sepp Radlbrunner - Unser erster Trainer
Er hatte schon viel gesehen und etwa dreissig Jahre Erfahrung als Trainer, seine Fachkenntnis und sein gutes Auge waren und sind unumstritten. Er brachte unzählige Spieler in die höchsten deutschen Ligen. Jürgen Hegenbarth (Teilnehmer Jugendeuropameisterschaften) nennt er seinen Schützling, Tanja Riß war deutsche Meisterin. Leute wie Bastian Steger (heute Nationalspieler) bestanden darauf, bei Turnieren von ihm betreut zu werden. Zuletzt leitete er unter anderem Lehrgänge des bayerischen Verbandskaders. Kurz gesagt: Sepp war ein absoluter Glücksfall für unser Projekt – fachlich wie menschlich. All diese Erfahrung brachte er auch bei uns im Training ein. Natürlich sind in der Arbeit mit Anfängern und Erwachsenen auf Kreis- und Bezirksebene andere Dinge gefordert als bei Topspielern, doch im Bereich des Tischtennis scheint es nichts zu geben, was er nicht lehren kann. Sepp war der Mittelpunkt des Projekts, alle identifizierten sich mit ihm. Er setzte sich für jeden gleichermaßen ein. Und wenn am Abend die letzte Übung gespielt und der letzte Ball geschlagen war, so ging er nicht nach Hause sondern animierte zum Beisammensein und blieb gerne noch auf „a Weisbia“. Doch auch wenn ihm das Training und gerade die Arbeit mit begeisterten Kindern ungemein Spaß bereitete, so blieb sein Lebensmittelpunkt
immer das Chiemgau. Die Umstellung auf das Leben im Schwabenland und die Distanz zur Heimat machten ihm nach eigener Aussage mehr zu schaffen,
als er es vorher erwartet hatte. Auch das Pendeln am Wochenende brachte auf Dauer keine Befriedigung und so kam es, dass es ihn zurück in die Heimat zog.
Auch wenn wir sehr gerne mit ihm weitergearbeitet hätten, so verstehen und respektieren wir seinen Entschluss.
Sein Wunsch, im Sommer 2008 nach zehn Monaten an den Chiemsee zurückzukehren, war nur zu verständlich.
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