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Entstehung und Verlauf Vorgeschichte Qualifiziertes Training ist bei vielen Vereinen aufgrund der Rahmenbedingungen schwer möglich. Zwei Trainingseinheiten pro Woche, in denen alle vom 6-jährigen Anfänger bis zum 16-jährigen, der schon bei den Herren eingesetzt wird, gemeinsam trainieren sollen. Ein auf alle Teilnehmer angepasstes Training ist dann unmöglich. Unter den Bedingungen leiden alle, Kinder, Jugendliche und die Trainer, letztlich der gesamte Verein bzw. die Tischtennisabteilung. Auch der TSV Schnait störte sich daran, Trainer und Jugendleiter Stefan Schier suchte nach Lösungsmöglichkeiten. Einen zusätzlichen Trainer auf Honorarbasis einzustellen schien zu einfach und langfristig nicht sehr erfolgversprechend, da sich dadurch die Rahmenbedingungen nicht ändern würden. Zumal gute Trainer einen höheren Stundensatz verlangen als zur Verfügung stand. 2004 war man auf einen professionellen Anbieter gestoßen. Das Konzept schien gut und dadurch entstand der Traum, einen Profitrainer zu haben, der auch Strukturen entwickelt. Nach einigem Zögern entschied man sich, die Verhandlungen aufzunehmen, die sich jedoch sehr langwierig gestalteten und nach immensem Aufwand im Februar 2006 schließlich scheiterten. Dies sollte sich im Nachhinein jedoch sogar als positiv erweisen. Eine Alternative musste her und diese war bereits im Hinterkopf. Ein Konzept, in dem man sich nicht über Jahre an einen Anbieter band, sondern dass man bei geringerem finanziellen Risiko selbst auf die Beine stellen konnte. Vorbereitung Wie das Konzept im Groben funktionieren sollte war bald klar. Fünf Vereine, viele Spieler und ein Trainer. Die Telefonleitung nach Kassel, dem Sitz der Agentur für Sportentwicklung, die schon einige ähnliche Projekte initiierte, glühte. Für die Umsetzung des Projekts brauchte man fünf Vereine, die sich daran beteiligen und gemeinsam den Trainer finanzieren. Bald machte man sich auf die Suche über Mund-zu-Mund-Propaganda, verschiedene Internetseiten, Internetforen und E-Mails an Vereinsverantwortliche. Im Oktober 2006 waren es sechs interessierte Vereine, die sich zusammen an einen Tisch setzten und sich den Vortrag von Thomas Reum von der Sportagentur anhörten. Die Idee überzeugte und man beschloss, sich einen Monat später erneut zusammenzusetzen. Ein Verein war bis dahin abgesprungen, es durfte also niemand mehr aussteigen, wenn man weitermachen wollte. Neben dem TSV Schnait waren der VfL Winterbach, ASV Aichwald, TSGV Albershausen und der TTC Uhingen dabei. Der Wille war bei allen vorhanden, doch das Hauptproblem war die Verteilung der Trainingstage. Jeder versuchte, in seiner Halle an einem Wochentag genug Hallenzeiten zu bekommen und evtl. mit der Schule zu kooperieren, um dies zu erreichen. Anfang 2007 wurde alles konkreter und in den Osterferien wurde der erste Trainer vorstellig. Es klappte nicht, aber die Sportagentur hatte schnell einen Ersatzkandidaten gefunden und bei der Vorstellung hellten sich die Mienen auf. Sepp Radlbrunner war unser Mann. Die weiteren Verhandlungen gestalteten sich unproblematisch, so dass das Projekt wenig später starten konnte. Verlauf des Projekts Am 1. Oktober 2007 startete das Projekt mit den Vereinen TTC Uhingen, TSV Schnait, VfL Winterbach, TSGV Albershausen und ASV Aichwald sowie ca. 110 Spielern. Zum Start war manche Trainingseinheit mangels Teilnehmern noch recht zäh. Doch das Angebot sprach sich herum und nach und nach füllten sich die Hallen. Schon nach wenigen Monaten nahmen bis zu 165 Spieler am Projekt teil. Doch Trainer Sepp Radlbrunner erklärte, dass er gerne aufhören möchte. Zudem bekam der TTC Uhingen Probleme. In der Kooperation mit der Hauptschule gestaltete sich nicht nur der Ablauf der Trainingseinheiten als blankes Chaos. Schließlich musste der TTC Uhingen aus dem Projekt aussteigen. Und das auch noch zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, als das Bewerbungsverfahren für einen neuen Trainer lief. Mehrere hochkarätige Kandidaten stellten sich vor, drei lud man zum Probetraining ein. Die Entscheidung war nicht einfach, doch die Wahl fiel auf Vasil Ivanov. Er war damit einverstanden, zunächst mit vier Vereinen zu starten, und trat im September 2008 die Arbeit an. In den Herbstferien fand in der Schnaiter Halle der erste zweitägige TT5–Lehrgang mit insgesamt 28 Teilnehmern statt. Zu diesem Anlass wurden auch die längst geplanten T-Shirts gedruckt. Ende 2008 stieg schließlich der TSV Heiningen auf den Plan und wollte den vakanten fünften Trainingstag übernehmen. Am 1. März 2009 leitete Vasil das erste Training in der Heininger TSV-Halle. TT5 besteht seitdem wieder aus fünf Vereinen.
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